Dezember 09
Freud und Leid
Der Dezember hats noch ganz schön in sich gehabt, aber ein Ereignis hat alles andere in den Schatten gestellt: Am 6.Dez. während ich in Wolfratshausen mit dem Seerosenkreis eine Weihnachtlesung hatte, bin ich Oma geworden, ja! Hurrah! Oma, von einer kleinen Frida! Juchu! Obwohl die kleine Frida in Köln zu Hause ist, kam sie mit ihren Eltern, 2 Wochen alt, zu uns nach Inzlham und reiste 4 Wochen alt wieder ab. Das heißt, sie hatte am Tag ihrer Heimreise die Hälfte ihres Lebens bei uns verbracht.
Am 13. Dezember habe ich mit dem Regensburger Statttheater 25jähriges Jubiläum gefeiert. Das war auch sehr schön doch offensichtlich nicht genug, Mit den Kollegen Holger Paetz, dem Andreas Breiing von der Buschtrommel und der Betti haben wir noch ausgiebig nach der offiziellen Feier in der Wunderbar auf das liebenswerte Regensburger Statttheater das eine und das andere Glas getrunken!
Am 14. Dezember habe ich mit der Gisela Schneeberger in Lenggries in „Keramik Kunst und Kleckserei" gelesen. Beinahe hätten wir Lenggries nicht gefunden. Um 20.00 gings offiziell los und um 5 Minuten vor 20.00 Uhr trafen wir tatsächlich ein! Auch schön, wenn man zur Türe reinkommt und das Publikum sitzt schon da, wartet und reagiert begeistert, glücklich darüber, uns nur zu sehen. Die Lieben hatten sich schon um uns gesorgt.
Am 18.u.19. im Rohrer &.Brammer wars am ersten Abend voll, am zweiten Abend. übervoll, so dass man mir ein paar Zuschauer mit auf die Bühne setzte. Na ja! Schon ein bissl eigenartig. Für die Zuschauer muss das ja auch merkwürdig sein, sich Zuschauer anschaun zu müssen.
Am 20.Dez. sollte ich im „schwarzen Adler" in Rheinberg
bei Duisburg spielen. Sollte?
An diesem Tag war für Norddeutschland Schnee angesagt.
Schnee, na und? Ja, was soll ich sagen. Wir (mein Ehemann, Berater, Fahrer,
Techniker, Gepäckträger, Therapeut und kritischster Kritiker meiner Arbeit und
ich) fuhren morgens um 10:00 Uhr los, bei klarem Himmel und Sonnenschein. Ich
hatte dem Veranstalter noch gemailt, er möge uns doch bitte die Adresse des
Hotels bekannt geben. Wir würden am späten Nachmittag schon in Rheinberg sein
wollen um uns im Hotel vor der Veranstaltung noch ausruhen zu können.
Jaja, bei Aschaffenburg fings leicht an zu schneien, noch
nicht besorgniserregend. Es ging immer so dahin, nicht sehr schnell, aber es
ging. Um 17.00 waren wir 54 Kilometer vom Spielort entfernt und es ging nichts
mehr. Schneechaos! Stau!
Von 17 bis 18 Uhr schafften wir 2 km von 18 bis 19 Uhr schafften wir wieder 2 km.
Wir telefonierten mit dem Veranstalter hin und her. Um 19:45 Uhr schickte er mein Publikum nach Hause. Um 20.30 kamen wir beim Adler an, das Publikum war weg. -
Schade, schade, schade, aber man war trotzdem nett zu uns.
Wir bekamen ein feines Essen und ein Hotel ganz für uns
alleine. 700 km hingequält und 700 km zurückgefahren grad für nix.
Aber die Veranstaltung soll nachgeholt werden. Schön, aber
bitte nicht im Winter.
Soll ich vielleicht schon den Tag vorher fahren, falls
wieder was auf der Straße wär?
Oder ganz früh aufstehen und in der Dunkelheit mich auf
den Weg machen?
Oder mit dem Zug fahren? - Da weiß man ja oft auch nicht. - am 20. gabs auch mit den Zügen
Chaos.
Oder vielleicht fliegen? - Auch Flüge wurden abgesagt.
Jetzt geh ich mal davon aus dass das mit dem 20.Dezember
eine Ausnahmeerscheinung war und die nächste Vorstellung ganz normal...
Aber ein bissl mehr Zeit wie gewöhnlich werd ich schon
einkalkulieren.
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